Ja, wo surfen Sie denn?

Bild: www.google.de

Bild: google.de

Heute schon gegoogelt? Kleine Suchanfrage gestartet, auf das beste Ergebnis (natürlich meist ganz oben) geklickt und fertig? Ich bin sicher, Sie wissen nach einer Woche nicht mehr, was Sie da gesucht haben und welche Seiten Sie aufgerufen haben. Google hat jedoch die Möglichkeiten, das alles zu speichern.

Alle Suchanfragen können gespeichert werden

Klar, dass jeder Klick auf „Suchen“ nicht nur den heiligen Gral der Algorithmen anstößt, sondern auch die ein oder anderen Daten abspeichert.

Klicks auf Suchergebnisse können erfasst werden

Suchen Sie doch mal nach dem Wort „Test“. Das erste Suchergebnis verweist auf die Seite der gleichnamigen Zeitschrift (die mein Vater früher zurecht abonniert hatte). Test

Klicken Sie auf den Link, führt dieser aber nicht zu http://www.test.de/ (wie man meinen könnte) sondern zu:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiD9I6Fi_jKAhUGJJoKHSkVCwsQFggcMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.test.de%2F&usg=AFQjCNE6ZMWYHbspL38_McKbUiTMwHL-0A

BÄH!

Sie werden wiedererkannt

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Google zu nutzen:

  1. Sie rufen die Suchmaschine auf und suchen etwas. Dann kann ein Cookie auf Ihrem Rechner Sie beim nächsten Besuch zuverlässig identifizieren.
  2. Sie haben einen Google-Account. Das ist ja optimal! Eventuell haben Sie noch ein Google+ Konto und einen Account bei YouTube? Dann sind Sie wie das sprichwörtliche offene Buch. Amerikanische Firmen und deren (ausländische) Töchter sind übrigens verpflichtet, dem FBI, der NSA oder der CIA Serverzugriff zu gewähren.

Was tun?

Es gibt alternative Suchmaschinen. Eine sehr verbreitete ist DuckDuckGo, aber die mag ich persönlich nicht so sehr. Ich bevorzuge Startpage, weil es mir die gewohnten Suchergebnisse liefert. Das mag damit zusammenhängen, dass die Suchanfragen anonym an Google weitergeleitet werden. Klingt paradox, ist aber so.